Fragen an die Vizepräsident-Kandidaten in Zofingen – Zofinger Tagblatt

Robert Weishaupt

Warum sollen die Wählerinnen und Wähler im Hinblick auf den 28. September Ihren Namen auf den Wahlzettel für das Amt des Vizepräsidenten schreiben?
Weil ich für eine Politik stehe, die zuhört, anpackt und umsetzt. Ich will anpacken, führen und vorwärtsgehen, ohne dabei das Augenmass zu verlieren. Mit meiner Erfahrung als Unternehmer, als Stadtrat für Tiefbau & Werkhof, als Grossrat und aus meinen Verbandsmandaten bringe ich Führungskraft und ein gutes Netzwerk mit, welches ich beides für Zofingen einsetzen möchte. Meine Art ist es, Herausforderungen nicht nur zu diskutieren, sondern Lösungen zu finden und diese fokussiert umzusetzen.

Wieso kandidieren Sie «nur» als Vizepräsident und nicht als Stadtpräsident?
Ich bin Unternehmer mit eigenem Fahrrad-Geschäft, Vizepräsident des Aargauischen Gewerbeverbands und Präsident von 2Rad Schweiz. Diese Mandate sind mir wichtig, und ich möchte sie nicht aufgeben da sie sehr spannend und inspirierend sind. Das Vizepräsidium erlaubt mir, den Auftrag der Wählerinnen und Wähler nach mehr Verantwortung in der Stadt aufzunehmen und gleichzeitig meinen anderen Verpflichtungen gerecht zu werden. So kann ich meine Erfahrungen einbringen, ohne die notwendige Balance zwischen Beruf, Verband und Politik zu verlieren.

Wessen Vize wären Sie am liebsten – und warum?
Für mich steht nicht die Person im Vordergrund, sondern die Vision und die Fähigkeit, Zofingen mit unternehmerischem Denken zu führen. Für mich zählt, dass die Stadt Zofingen einen Stadtpräsidenten hat, der eine klare Strategie verfolgt, unternehmerisch denkt und die Stadt weiterbringt. Mit einer solchen Persönlichkeit möchte ich als Vize gerne zusammenarbeiten – loyal, unterstützend und lösungsorientiert.

Welche politischen Schwerpunkte möchten Sie als Vizepräsident setzen?
Mir ist wichtig, weiterhin Stadtrat für alle zu sein. Ich setze mich nicht nur für einzelne Gruppen oder Interessen ein, sondern für die Stadt als Ganzes. Konkret bedeutet das: Zofingen soll lebenswert bleiben für Familien, attraktiv für Unternehmen und zukunftsfähig in Infrastruktur und Umwelt. Ich möchte dazu beitragen, dass wir die richtigen Prioritäten setzen – pragmatisch und ohne ideologische Scheuklappen.

Welche Rolle muss der Vizepräsident innerhalb des Stadtrates spielen – und welche Aspekte dieser Rolle würden Sie besonders betonen?
Der Vizepräsident muss Brücken bauen, Kontinuität sichern und im Stadtrat für Verlässlichkeit sorgen. Besonders wichtig ist mir, dass wir geschlossen auftreten und die grossen Linien gemeinsam tragen, auch wenn wir in Details unterschiedliche Ansichten haben. Als Vize will ich dazu beitragen, dass wir als Stadtrat das Vertrauen der Bevölkerung stärken, Entscheidungen gut erklären und diese auch gezielt umsetzen.

Gibt es ein ganz konkretes Projekt, das Sie als Vizepräsident umsetzen wollen?
Das Vizepräsidium bringt keine eigenen Projekte mit sich. Mir geht es darum, die laufenden Arbeiten in meinem Ressort Tiefbau & Werkhof stetig weiterzuführen: sei es unter anderem bei Strassen, Werkleitungen oder beim Umsetzen des Abfallreglements. Auch die Sanierung des Schwimmbads oder der Ausbau der Schulraum-Infrastruktur sind Themen, die uns in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen. Projekte nachhaltig und erfolgreich zum Abschluss zu bringen, ist mein Fokus.

Welches Dossier stellt in der nächsten Legislatur für Zofingen die grösste Herausforderung dar und warum?
Die Finanzen bleiben eine Daueraufgabe, gerade in Zeiten steigender Anforderungen. Gleichzeitig müssen wir in die Zukunft investieren: in Schulen, Naherholung, Sportanlagen wie das Schwimmbad, Strassen und in die Mobilität insgesamt. Hinzu kommen ökologische Themen wie Energieversorgung, Fernwärme und Klimaanpassungen wie Starkregen und Trockenheit. Diese Balance zwischen haushälterischem Umgang mit den Mitteln und nötigen Investitionen sehe ich als grösste Herausforderung und auch als grösste Chance, Zofingen fit für die Zukunft zu machen. Wir brauchen eine Stadt, die auch in zwanzig, vierzig oder hundert Jahren noch stark dasteht.


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